Mittwoch, 19. Oktober 2016

Trance - ein ich-loser aber aktiver Zustand

Neue wissenschaftliche Definition entdeckt:

Hypnose als Ich-loser Zustand:

Metaanalysen von beinahe 10.000 Patienten in kontrollierten Therapiestudien zeigen, dass Hypnotherapie trotz z.T. kurzer Behandlungszeiten in verschiedensten Bereichen hoch effektiv ist und dass die Wirkung in manchen Studien bis zur Katamnese weiter ansteigen. Dazu liefern neuere neurobiologische Untersuchungen mit bildgebenden Verfahren Befunde, die zeigen, dass Hypnose einerseits einen Zustand von „Hypofrontalität“ herbeiführt, im Sinne einer veränderter Funktion des dorsolateralen Präfrontalkortex und orbitofrontalen Kortex mit verminderter Kritikbereitschaft und somit erhöhter Suggestibilität die hypnotische Trance in gewissen Sinne einen Ich-losen Zustand darstellt, insofern die für den Selbstbezug zuständigen Hirnregionen insbesondere der Precuneus und bestimmte medial präfrontale Areale deaktiviert werden. Das bedeutet, dass der Patient in hypnotischer Trance Suggestionen annehmen kann, ohne sie auf Übereinstimmung mit seinem alltäglichen Selbstbild zu überprüfen...

http://www.meg-tuebingen.de/downloads/2014-03-17%20REVENSTORF%20Hypnose%20als%20Ich-loser%20Zustand.pdf

Das Schöne daran: Auch ohne "Ich" ist in Trance Aktivität möglich - und diese ist wahrscheinlich um einiges zielgerichteter und effektiver als wenn immer ein Bedenkenträger dazwischen funkt. Allerdings spricht die Existenz dieses Bedenkenträgers für seinen evolutionären Vorteil. Hier gilt es also Vorsicht walten zu lassen.